Rezension - Im Labyrinth der Lügen

22 März 2016



Autor/in: Ute Krause
Verlag: CBJ
Seitenanzahl: 288
Preis: HC 14,99€ / Kindl 11,99€
ISBN: 978-3-5701-7292-6
Erscheinungsdatum: 29.02.2016
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Inhalt

Paul ist am Boden zerstört: Seine Eltern wurden nach einem Fluchtversuch von der Bundesrepublik freigekauft und beginnen in West-Berlin ein neues Leben ohne ihn. Er darf die DDR nicht verlassen und ob er seine Eltern je wiedersehen wird, ist ungewiss. Halt geben ihm Oma und Onkel Henri und seit kurzem seine Klassenkameradin Millie, die ohne Mutter beim Vater lebt. Eines Abends besuchen die beiden Onkel Henri im Pergamonmuseum, der dort als Nachtwächter arbeitet. Als sie in den Sälen unerklärliche Geräusche hören, forschen Paul und Millie auf eigene Faust nach und geraten in eine gefährliche Geschichte. Quelle: Amazon

Meine Meinung

Ich finde das Buch einfach wunderschön, da reicht alleine der Fernsehrturm aus und schon ist es um mich geschehen. Ich selber bin nach der Wende in Berlin geboren und war deswegen sofort gefesselt von dem Klappentext.

Schnell bin ich in die Geschichte eingetaucht und es hat mir richtig Spaß gemacht die Geschichte aus der Sicht von Paul zu lesen. Alles spielt sich an den Orten ab in denen ich selber aufgewachsen bin und immer musste ich Vergleiche ziehen, da wurden richtige Kindheitserinnerungen wach :D.

Paul ist nach der Flucht seiner Eltern sehr in sich gekehrt und hat nur noch seine Oma und seinen Onkel die sich um ihn kümmern. Er ist viel alleine da beide arbeiten und streunert gerne am Bahnhof in der Friedrichstraße herum. Da lernt er dann auch die quirlige Millie kennen mit der er sich schnell anfreundet und mit der er über alles reden kann.

Das Buch hatte seinen Höhen und Tiefen, manchmal wurde auf Sachen eingegangen die für mich ziemlich überflüssig waren, später stellte sich aber heraus das gerade diese Dinge am Schluss so einige Puzzleteile zusammen fügten. Trotzdem hatte ich dadurch meine Schwierigkeiten dem Buch meine ganze Aufmerksamkeit zu schenken.

Weil im Klappentext von Geräuschen im Pergamonmuseum geschrieben wurde habe ich schon die abenteuerlichsten Vermutungen angestellt, ich lag mit allem daneben was mich nicht nur überrascht hat sondern auch die Spannung komplett anhob. Das Ende des Buches hat mich wirklich gerührt aber mehr wird nicht verraten :).

Fazit

Das Buch spiegelt sehr schön wieder wie es damals gewesen ist in der DDR zu leben und wie Familien entzweigerissen worden sind. Ich fand es erschreckend, überraschend und sehr zu empfehlen wenn man etwas über das geteilte Deutschland und desses früheres Leben erfahren möchte.
 

 

 


  Ein herzliches Dankeschön an den CBJ-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 

Kommentare:

  1. Huhu Tinker,

    der Klappentext macht wirklich neugierig mit den Geräuschen in diesem Museum. Da würde ich auch erst mal anfangen eine Vermutung nach der anderen aufzustellen. =')) Was ich aber auch gerade interessant fand ist, dass du auch ein Berlin-Kind bist. ♥ Ich liebe diese Stadt und lese gerne immer wieder etwas, das dort vor Ort spielt, um mich in meinen Erinnerungen zu suhlen. =D In meiner Familie habe ich so Einige, die in der DDR Zeit auch dort gewohnt haben und da hört man dann immer wieder Geschichten von denen darüber. Das ist total interessant, aber dadurch greife ich eher nicht zu Büchern mit diesem Thema, einfach weil ich schon die Storys dazu live erzählt bekomme. =) Aber es freut mich total, dass dir das Buch so zugesagt hat!! =)))

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Hey Leni,

      ich würde mit dir wetten das du das gleiche vermutest wie ich und doch völlig daneben liegst :). Ich war auch hin und hergerissen, man bekommt ja so einiges von der Familie erzählt, ob man es wissen will oder nicht und ich habe schon oft Bücher in der Hand gehabt mit Dingen die es so sicher nicht in der DDR gab. Teil war ich dann schon richtig genervt von den verkehrten Tatsachen aber bei diesem Buch macht es richtig Spaß darüber zu lesen. Am schönsten war das schwelgen in alten Erinnerungen. Ich glaube sogar das ich in einem der Häuser gewohnt habe die dort von einem Charakter beschrieben werden. Witzig wäre es ja :D

      Liebst, Tinker

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